Konservative Weltfriedensmacht – geht das?

Ein marxistischer Blick auf Putins Russland

Veranstaltung mit Reinhard Lauterbach

Putins Russland proklamiert den Wahlspruch des reaktionären Säuferzaren Alexander III., das Land habe „keine anderen Verbündeten als seine Armee und seine Flotte“.

Es führt die USA und deren Verbündete mit völlig korrekten Argumenten und praktischen Handlungen vor. Putins Kritik am westlichen Unilateralismus aus seiner Münchener Rede von 2007 ist wenig hinzuzufügen. Seine Warnungen haben sich über die Jahre mehr als bestätigt.

Zugleich ist Putins Regiment im Innern konservativ bis reaktionär. Die orthodoxe Kirche wird gepäppelt, sexuelle Minderheiten haben es schwer, gegen Spielfilme wird wegen „Verletzung religiöser Gefühle“ vorgegangen. Den russischen Großkapitalisten („Oligarchen“) wird das Steuergeld vorn und hinten reingesteckt. Wie passt das zusammen?

DGB Mittelhessen, SDAJ Marburg und DKP Marburg-Biedenkopf wollen dieser Frage nachgehen und laden dazu herzlich ein.

Konservative Weltfriedensmacht – geht das?

Ein marxistischer Blick auf Putins Russland

Referent: Reinhard Lauterbach

Dienstag, 15. Mai 2018, 20:00

Marburg, Bahnhofstraße 6, Käte-Dinnebier-Saal

Reinhard Lauterbach, Historiker und Slawist, war langjähriger Redakteur des ARD-Hörfunks und ist seit 2013 Osteuropakorrespondent der „jungen Welt“.

Europa, was nun? mit Andreas Wehr

Sechzig Jahre nach Gründung befindet sich die Europäische Union in ihrer schwersten Krise. Trotzdem hört man aus Brüssel, Berlin, Paris nur ein trotziges „Weiter so!“. Kein Wunder, denn die Befürwortung der EU ist deutsche Staatsräson und eine Vertiefung der EU-Integration ist durchaus im deutschen Interesse. Volker Kauder (CDU) brachte es 2011 auf den Punkt: „In Europa wird wieder deutsch gesprochen“.

Die vielfältigen Krisen der EU – Brexit, Migration und Eurokrise – zeigen aber, dass das Wirtschaftsmodell des unbeschränkten Freihandels in Europa an sein Ende kommt. Davon profitieren im europäischen Zentrum vor allem rechtspopulistische Parteien.

Europa, was nun? fragt daher der Jurist und Autor Andreas Wehr, Mitbegründer des Marx-Engels-Zentrums Berlin, in seinem neuen, gleichnamigen Buch. Die DKP Marburg lädt daher alle Interessierten dazu ein, gemeinsam mit ihm über die Krise der Europäischen Union zu diskutieren.

Andreas Wehr: „Europa, was nun? Trump, Brexit, Migration und Eurokrise“, PapyRossa Verlag, 2018, 176 Seiten, 13,90 Euro.

Veranstalterin:  DKP Marburg

Ort: DGB-Haus, Bahnhofstr. 6, Marburg

Datum: Dienstag, 24.4.2018

Zeit: 19.30 Uhr

Zweitverantstaltung: 200 Jahre Karl Marx

Wegen großen Interesses wiederholen wir unsere Veranstaltung vom 10. April 2018

Am 5. Mai 1818 ist Karl Marx geboren worden. Er wurde 64 Jahre, zehn Monate und neun Tage alt. Aber: Wenn wir heute über 200 Jahre Karl Marx reden, blicken wir zugleich auf 200 Jahre Kapitalismus zurück. Irgendwie keine gute Nachricht, oder? Jedenfalls hätte Marx sich wohl nicht träumen lassen, dass der Kapitalismus ihn so lange überleben werde.
Andererseits: Schon der ganz junge Marx wusste, dass erst in der letzten Revolution alle Philosophie – auch seine – „aufgehoben“ sein werde. Insofern ist durch die Fortdauer des Kapitalismus auch Marxaktuell geblieben.Über diese Symbiose von Kapitalismus und Marxismus wollen wir aus scheinbar festlichem Anlass reden.

Freitag, 27. April 2018, 19.30 Uhr, Bahnhofstr. 6, Käte-Dinnebier-Saal. Veranstaltet von der DKP Marburg

Referent: Georg Fülberth, Marburg

200 Jahre Karl Marx

Am 5. Mai 1818 ist Karl Marx geboren worden. Er wurde 64 Jahre, zehn Monate und neun Tage alt. Aber: Wenn wir heute über 200 Jahre Karl Marx reden, blicken wir zugleich auf 200 Jahre Kapitalismus zurück. Irgendwie keine gute Nachricht, oder? Jedenfalls hätte Marx sich wohl nicht träumen lassen, dass der Kapitalismus ihn so lange überleben werde.
Andererseits: Schon der ganz junge Marx wusste, dass erst in der letzten Revolution alle Philosophie – auch seine – „aufgehoben“ sein werde. Insofern ist durch die Fortdauer des Kapitalismus auch Marxaktuell geblieben.Über diese Symbiose von Kapitalismus und Marxismus wollen wir aus scheinbar festlichem Anlass reden.

Marburg: Dienstag, 10. April 2018, 19 Uhr, Bahnhofstr. 6, Käte-Dinnebier-Saal. Veranstaltet von der DKP Marburg

Referent: Georg Fülberth, Marburg

Auch in Gießen!
Donnerstag,12. April 2018, 19.30 Uhr
Kongresshalle, Berliner Platz 2, Versailles-Zimmer
Veranstaltet vom DGB Mittelhessen

Saudi-Arabien und der Iran

Der Kampf um die Vormacht im Nahen Osten

VORTRAG & DISKUSSION MIT DR. MATIN BARAKI

Die Lage am Persischen Golf ist dramatisch. Es herrscht Krieg und weitere Eskalationen scheinen unvermeidbar. Seit nun zwei Jahren führt eine Militärkoalition unter Führung Saudi-Arabiens einen blutigen Krieg gegen Rebellen im Jemen. Tausende Zivilisten sind bereits im Bombenhagel oder an Seuchen gestorben. Dem Libanon droht ebenfalls eine Intervention durch das Königreich, nachdem der Ministerpräsident auf angeblichen Druck der Hisbollah zurück treten musste.

Was aber haben diese beiden Ereignisse mit dem Krieg in Syrien und dem Irak oder auch der Blockade Katars gemein? Alle Fälle können als Stellvertreterkonflikte einer erbitterten Feindschaft zweier Regionalmächte im Nahen Osten betrachtet werden: Der zwischen dem Königreich Saudi-Arabien und der Islamischen Republik Iran. Ob im Jemen, Libanon oder Syrien – überall sind die beiden Staaten selbst oder durch Milizen, Waffenlieferungen oder finanzielle Unterstützung involviert.

Worum geht es bei diesem Konflikt? Tatsächlich um die Frontstellung zwischen Sunniten und Schiiten? Oder doch um geostrategische Interessen? Welche Rolle spielt der Öl-Reichtum beider Staaten? Und welche Bedeutung kommt den USA in diesem Konflikt zu?

Der Politikwissenschaftler, Dolmetscher und Lehrbeauftrage an der Universität Marburg Dr. Matin Baraki wird die Geschichte des Konflikts und seine politisch-wirtschaftlichen Ursachen erörtern und anschließend für Fragen und Diskussion bereit stehen.

 

Datum: 07. Dezember 2017
Ort: DGB-Haus Marburg, Bahnhofstr. 6
Zeit: 19:30 Uhr (kostenlos)

Veranstalter: DKP Kreis Marburg-Biedenkopf
Kontakt: info@dkp-marburg.de | facebook.com/DKP.Marburg | www.dkp-marburg.de/

Flyer – Saudi Arabien und der Iran

HUNDERT JAHRE OKTOBERREVOLUTION

Am 7. November jährt sich die Sozialistische Oktoberrevolution von 1917 zum hundertsten Mal.

Der US-amerikanische Journalist und Kommunist John Reed nannte die scheinbar kurze Zeitspanne, in der eine neue Epoche eingeleitet wurde, „zehn Tage, die die Welt veränderten“.

Tatsächlich: Die Welt des 20. Jahrhunderts wurde durch diese Revolution und das, was auf sie folgte, verändert.

Heute stellt sich die Frage, ob dies auch noch für das 21. Jahrhundert gilt.

Es waren allerdings nicht nur zehn Tage, die die große Umwälzung von 1917 brachten. Vorangegangen waren Jahrzehnte der Vorbereitung durch die russische Arbeiterbewegung und Veränderungen in der russischen Wirtschaft und Gesellschaft.

Die DKP Marburg lädt ein zur folgender Veranstaltung:

Die russische Oktoberrevolution 1917: Ihre Ursachen, ihr Verlauf und ihre Bedeutung für die Zukunft

Unser Referent ist

Dr. Gert Meyer (Marburg)

Historiker und Politikwissenschaftler

Ort: Technologie- und Tagungszentrum Marburg, Softwarecenter 3.

Datum: 7. November 2017

Zeit: 19.00 Uhr

Flyer: Oktoberrevolution

150 Jahre ‚Das Kapital‘ von Karl Marx

„150 Jahre ‚Das Kapital‘ von Karl Marx – Tagung der Marx-Engels-Stiftung“ in Marburg

Vor bald 150 Jahren, im September 1867, erschien erstmals ‚Das Kapital‘ von Karl Marx. Auch wenn die Resonanz zunächst verhalten war, so wurde es doch zu einer der einflussreichsten ökonomiekritischen Schriften – nicht nur durch die unmittelbare Rezeption, sondern auch der Ausstrahlung in nahezu alle gesellschaftswissenschaftlichen Disziplinen.

Für gesellschaftskritische Sozialwissenschaften ist Marx‘ Kritik zentraler Bezugspunkt. Es jährt sich nicht nur ‚Das Kapital‘, sondern 2018 ist zudem der 200. Geburtstag des Autors, Karl Marx. Diese Jubiläen werden auch in der bürgerlichen Öffentlichkeit begangen. Bereits jetzt kündigt sich eine unübersehbare Anzahl an Beiträgen unterschiedlichster Couleur an. Es ist deshalb für eine radikale Gesellschaftskritik um so wichtiger, sich das kritische Potenzial der marxschen Theorie zu vergegenwärtigen, sie zu aktualisieren und nicht durch bürgerliche Akteure vereinnahmen zu lassen.

Die Marx-Engels-Stiftung widmet dem Jubiläum „150 Jahre Kapital“ gemeinsam mit der DKP Marburg und SDAJ Marburg eine kleine Tagung.
Dort wird H. Wendt die Stellung des ‚Das Kapital‘ in der Geschichte der klassischen politischen Ökonomie darstellen, während Dr. Thomas Kuczynski sich der weiteren Bearbeitung der ersten Ausgabe durch Marx widmen wird. Dr. Georg Fpülberth wird in seinem Vortrag die vielfältige Wirkungsgeschichte des Werkes skizzieren.

Ort: DGB Haus Marburg, Bahnhofstraße 6, 35037 Marburg.
Datum: Samstag, 10.06.2017
Zeit: 11.00 Uhr bis ca. 17.00 Uhr

Weitere Informationen auf der Website der Marx-Engels-Stiftung oder unter info@dkp-marburg.de.

Freier Eintritt!!

DKP solidarisch mit streikenden KollegInnen des Rhönkonzerns

Kapital & Arbeit

DKP solidarisch mit streikenden KollegInnen des Rhönkonzerns

An die streikenden Kolleginnen und Kollegen des UKGM
An die Gewerkschaft ver.di

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die DKP Gießen erklärt sich solidarisch mit Eurer berechtigten Forderung nach einer angemessenen Lohnerhöhung. Das „Angebot“ des Rhönkonzerns liegt unterhalb der Inflationsrate, bedeutet Reallohnverlust und ist unannehmbar. Eine Angleichung an die weit höhere Entgeltordnung in öffentlich-rechtlichen Krankenhäusern muss durchgesetzt werden. Euer Streik ist die richtige Antwort auf dieses unverschämte Angebot, das Eure Leistung in Eurem verantwortungsvollen Beruf grob missachtet.
Wir sind ebenfalls solidarisch mit Euch und Eurer Forderung nach Einstellung von weiteren Pflegekräften sowie einer Personalbemessungsverordnung, die die permanente Unterbesetzung beendet. Der jetzige Zustand ist nicht nur für Eure eigene Belastung untragbar sondern gefährdet auch das Wohl der Patienten, was an der hohen Zahl an Überlastungsanzeigen zum Ausdruck kommt.
Wenn derzeit etwa 800 Stellen fehlen, so ist das auch das Ergebnis der Privatisierung der beiden Uni-Kliniken, bei denen jetzt nicht mehr das Wohl der Kranken, sondern der Profit des Konzerns und die Dividende der Aktionäre oberste Priorität hat.
Die DKP fordert den Rückkauf des UKGM durch das Land Hessen.
Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um auch öffentlich für Eure Interessen gegen den Rhön-Konzern einzutreten.
Wir unterstützen Euren Streik und wünschen Euch viel Erfolg.

Mit solidarischen Grüßen

DKP Kreisorganisation Gießen
(gez. Erika Beltz)

Blista-Betriebsrat ehrt ihren ehemaligen Vorsitzenden Jupp Dörrich

Im Jahr 2016 feierte die Blindenstudienanstalt (blista) ihr 100-jähriges Bestehen. Der Betriebsrat der blista nahm dies zum Anlass, den Startgeber für die Gründung eines Betriebsrates im Jahr 1967 zu würdigen. Der Betriebsrat nennt seit dem 16. Dezember 2016 seinen Tagungsraum offiziell „Jupp-Dörrich-Raum.“

Der 1922 geborene Josef „Jupp“ Dörrich war ein gelernter Werkzeugmacher in der Punktschriftmaschinenproduktion. In den frühen 80-er Jahren initiierte Jupp Dörrich eine Bewegung unter den Beschäftigten, um die blista in den damaligen BAT, den Bundesangestelltentarifvertrag, einzugliedern. Bis dahin waren die Löhne und Gehälter ohne tarifliche Grundlage und Rechtssicherheit gezahlt worden. Mit der Einbindung in das Tarifgefüge des Öffentlichen Dienstes war ebenfalls eine zusätzliche Altersversorgung verbunden. Die „ZVK“, die Zusatzversorgungskasse des Öffentlichen Dienstes, stellt heute für viele  blista-Rentner/-innen die sog. „zweite Säule“ der Alterseinkünfte dar.

In der Mitte der 70-er Jahre war Jupp Dörrich auch für Schüler/-innen der blista ein verlässlicher Bündnispartner bei der Reform des Internats. Rudi Ullrich, einer der damaligen Schülersprecher, erinnerte während der Einweihungsfeier an seine Gespräche mit Jupp Dörrich, der die Schülerforderung nach einem dezentralen Wohngruppenkonzept als Sprecher der Beschäftigten tatkräftig unterstützte.

Während der Einweihungsfeier erinnerten Herr Lemke und Pit Metz an einige entscheidende Auseinandersetzungen zwischen Betriebsrat und Vorstand. Joachim Lemke: „Von Jupp konnte man viel lernen. Vor allem: klare gewerkschaftliche Standpunkte argumentativ vertreten und Kompromisse eingehen, wenn’s nicht anders ging.“ Vorstandsvorsitzender Herr Duncker: „Der blista-Vorstand und der blista-Betriebsrat ehren mit der Raumbenennung eine große verdienstvolle und beeindruckende Persönlichkeit, dessen Namen nicht in Vergessenheit fallen darf.“

Pit Metz erklärte in seiner Laudatio die Entstehung des Portraits; sie zeigt Jupp während einer Diskussion mit dem damaligen Direktor Hertlein auf einer Veranstaltung der betrieblichen Friedensinitiative im Jahr 1983. „Lange Jahre galten Wehrmachtsdeserteure wie Jupp als feige Vaterlandsverräter; aber Jupp war ein mutiger Mann. Als Antifaschist wollte er kein Mittäter in Hitlers Vernichtungskrieg sein. Er floh als deutscher Soldat zu den italienischen Partisanen und geriet dort in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Von dort kam er nach Marburg, denn die Rückkehr in seine einstige Heimatstadt Pohorsch im Sudetenland war nicht mehr möglich.

In Marburg engagierte sich Jupp in der Kommunistischen Partei, für die er im Kommunalparlament ein Mandat von 1948 bis 1952, und später von 1974 bis 1981 wahrnahm. Jupp war – im Brecht’schen Sinne – ein lesender Arbeiter, der uns jungen, zuweilen ungestümen Rebellen zur Besonnenheit riet. Wir haben viel von ihm gelernt.“ 

Unser Bild zeigt drei Nachfolger im Amt des Betriebsratsvorsitzenden; von links Joachim Lemke und Pit Metz; rechts -neben der Fotografie- steht der aktuelle Vorsitzende Rainer Datzer.

Pit Metz

Kunst und Kampf – KuK

Buchvorstellung mit Bernd Langer

In den 1980er Jahren wird Kunst und Kampf (KuK) mit der Gestaltung von Plakaten in der autonomen Bewegung bekannt. Das Projekt verfolgt einen kollektiven Ansatz, der jedoch immer auch individuelle Züge trägt.
Hunderte Plakate entstanden, daneben Gemälde und Agit-Prop-Aktionen. Bernd Langer, Protagonist dieser Idee, legt nun eine Gesamtbetrachtung von fast 40 Jahren antifaschistischer Kunst in der Bundesrepublik vor.
Das Buch streift dabei die Geschichte der Jugendzentrumsbewegung, erzählt von den Autonomen und der Antifa, von Hausbesetzungen, umgestürzten Denkmälern, spektakulären Demonstrationen, der Herstellung von illegalen Plakaten und Zeitungen und warum die Doppelfahnen der Antifaschistischen Aktion heute von links gegen rechts wehen.

Marburg
Donnerstag | 17.11.2016 | 19.30 Uhr
Bahnhofstraße 6
Veranstalter: SDAJ Marburg, DKP, VVN

Gieẞen
Freitag | 18.11.2016 | 19 Uhr
Gewerkschaftshaus Walltorstraße 17
Veranstalter: SDAJ Gießen, DKP, VVN,
Rote Hilfe, Antifaschistische Revolutionäre Aktion (ARAG)

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